Bin ich traumatisiert?

Was ist überhaupt ein Trauma?

Was kann man tun?


Trauma verstehen

Im Leben eines jeden Menschen passieren Dinge, für die wir in dem Moment keine passende Bewältigungsstrategie haben. Unser Schutzsystem übernimmt dann automatisch die Kontrolle, wenn Gefühle zu stark werden. Bewusstes Handeln ist in solchen Momenten kaum möglich.

Je nach Reife und Entwicklungsstand versucht unser Körper und Geist, bestmöglich zu reagieren. Diese Reflexe sind Überlebensstrategien, die auf unseren Basis-Reaktionsmustern, dem Amphibiengehirn stammen.

Wenn später ähnliche Situationen, Gefühle oder Erinnerungen auftreten, reagiert unser System automatisch auf dieselbe Weise – als Schutzmechanismus.

Im Alltag kann das hinderlich sein: Das System verfällt plötzlich in alte Schutzmechanismen wie Erstarren, Fliehen oder Kämpfen. Das zeigt sich zum Beispiel durch Blockaden, Weglauftendenzen oder aggressive Ausbrüche, die kaum kontrollierbar sind.

Dieses Erleben ist unangenehm – Körper und Geist lassen sich in diesen Momenten nicht steuern. Der Adrenalineinfluss macht logisches Denken nahezu unmöglich.

Häufig erklären wir uns solche Reaktionen mit Glaubenssätzen, die uns kurzfristig das Erleben erleichtern, z. B.:

  • „Ich bin halt so.“
  • „Ich kann sowieso nichts ändern.“
  • „Ich bin schlecht.“
  • „Ich habe Angst.“
  • „Ich will das alles nicht.“
  • "Ich bin nicht liebenswert."

Das Gute: Alles geschieht aus einem Grund – unser System schützt uns!

Aber es muss nicht so bleiben. Diese Glaubenssätze machen uns langfristig handlungs-unfähig und halten uns emotional in einer Art „Zaun“ oder Komfortzone gefangen.

Wir können diesen Zaun jedoch durchbrechen – wenn wir bereit sind, uns darauf einzulassen.

Eine besonders wirkungsvolle Methode dafür ist EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing). EMDR ermöglicht es, traumatische Erlebnisse sicher erneut zu durchleben und sie in unser System zu integrieren, ohne dass sie blockierend wirken. So können wir neu lernen, Handlungsoptionen erweitern und persönliche Entwicklung ermöglichen.

EMDR ist die am besten untersuchte Methode zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen. Zahlreiche evidenzbasierte Studien belegen ihre Wirksamkeit.

Ich setze EMDR innerhalb eines Coachingprozesses ein. Durch die Verarbeitung unbewältigter Erfahrungen wird es möglich, auf Basis der eigenen Ressourcen zu wachsen und neue Wege der persönlichen Entwicklung zu gehen.

Zusätzlich arbeite ich gerne mit der Reflexintegration, z. B. aus dem „Furcht-Lähmungsreflex“, um auch körperlich wieder in eine entspannte Haltung zu kommen und Stress besser zu verarbeiten.