Manchmal werde ich gefragt, warum ich angefangen habe, diese Blogs zu schreiben. Eigentlich gibt es dafür keine richtige Erklärung. Es ist eher etwas, das sich so entwickelt hat. Weil ich gemerkt habe, dass mich bestimmte Gedanken begleiten und sie einen Raum brauchen. Und dass es mir gut tut, sie aufzuschreiben.
So ist daraus etwas entstanden, das sich für mich stimmig anfühlt: Gedanken zu sammeln und sie als Impuls weiterzugeben.
Nicht als Antwort.
Nicht als Lösung.
Sondern als Einladung.
Manchmal fühlt sich so ein Gedanke an wie eine Pusteblume, die ich auf einer Wiese pflücke. Noch nicht festgelegt.
Und dann puste ich hinein und gebe ich ihn einfach frei. Ich weiß nicht, wo die einzelnen Samen landen. Ob sie weiterziehen oder irgendwo sich leise "einnisten".
Vielleicht wächst daraus etwas, - eine gelbe leuchtende Blume, oder aber ein hartnäckiger Löwenzahn. Das liegt im Auge des Betrachters.
Ich halte das offen und wünsche mir nur, dass er genau dort ankommt, wo er gerade gebraucht wird.
In Gesprächen merke ich immer wieder, wie viele Gedanken wir teilen. Wie viele Fragen uns verbinden. Und als mir einmal jemand sagte, dass ein Text genau im richtigen Moment kam, war das für mich Grund genug, damit weiterzumachen.
Wenn dich ein Gedanke berührt, wenn etwas in dir weiterklingt, freue ich mich über Austausch. Und manchmal reicht genau das schon.
Vielleicht entsteht bei manchen daraus der Wunsch, tiefer hinzuschauen, weil plötzlich etwas in Bewegung kommt.
Genau dort beginnt für mich meine Arbeit.
Nicht als Zweck, um zu bewerten oder vorzugeben, wie etwas sein sollte. Sondern eher wie eine Einladung zu einer Schatzsuche! Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt mir das besonders am Herzen, den Schatz als Ziel in Aussicht zu stellen. Weil es nicht darum geht, etwas zu „korrigieren“ oder besser zu machen. Sondern darum, gemeinsam zu entdecken:
Was ist eigentlich schon da?
Wo liegen Stärken?
Was möchte gesehen werden?
Was durfte vielleicht bisher noch keinen Raum bekommen?
Es ist ein vorsichtiges Freilegen. Ein Hinspüren. Und manchmal das erste Erkennen:
Da ist mehr und genau das darf wachsen.
Und alles andere ergibt sich daraus.
Manchmal bleibt es bei einem Gedanken.
Manchmal entsteht ein Gespräch.
Und manchmal beginnt ein Weg.
Und vielleicht ist genau das genug.
Ein Gedanke, der durch die Luft weht und irgendwo seinen Platz findet.

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