Das Wort Raum bedeutet für mich so viel. Ich habe so viele Ideen dazu, dass Sie hier mal raus müssen und ich fange jetzt einfach mal an.......
1. Räume gestalten
Ich liebe es schon immer Räume zu gestalten. Ein Raum wird " in meiner Welt" nicht nur eingerichtet, sondern will gefühlt werden. Hier unterscheiden sich natülich die Geschmäcker. Raumgestaltung ist wirklich sehr individuell. Und so viel ist möglich. Ich für meinen Teil richte leider nur privat physisch die Räume ein, dafür aber mit Leidenschafft, die dann auch meine ganze Familie schafft! Also Achtung wenn Mama mal wieder im ganzen Haus umzieht! Es fängt dann an mit einem kleinen neuen Gegenstand, und dann werden plötzlich Möbel verrückt etc. Beruflich gestalte ich Räume eher im menschlichen miteinander. Aber tatsächlich ist das, was ich in Räume versuche hinein zu bringen, doch irgendwie ähnlich:
Wärme, Wohlfühlatmosphäre, Freiraum und Leichtigkeit.
Physisch spiele ich da mit Farben, Bildern, Stoffen und Licht.
Psychisch versuche ich es mit Worten und Gesten und vermutlich mit meiner Haltung.
Fragen von Ich zu Ich:
- Welche Räume umgeben Dich?
- Wieviel Mitgestaltung hast Du?
- Was ist Dir bei Deiner Raumgestaltung wichtig?
- In welchen Räumen bist Du gerne?
- Welche Räume meidest Du, weil es sich da nicht gut anfühlt?
2. Gefühlsräume
Und damit bin ich auch schon beim nächsten Raumgedanken. Gefühle bewegen sich ja auch in Räumen, irgendwie.....
Manchmal gibt es Situationen, in denen es sich anfühlt, als würden sich Räume verbinden. Neulich auf einem Konzert hatte ich genau dieses Gefühl. Ein Songtext sagte: „Wenn 20.000 Herzen sich im Takt bewegen.“ Und für einen Moment hat es sich genauso angefühlt. Als wären wir alle im gleichen Raum und das nicht nur physisch!. Im gleichen Gefühl. Ob das wirklich so war? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht war es eher eine Einladung. Ein Raum, den die Sängerin geöffnet hat. Und jeder durfte entscheiden, ob er hineingeht- also vom physischen Konzertsaal - hinein in den geöfftneten Gefühlsraum.
Denn am Ende sind unsere Gefühlsräume immer unsere eigenen. Gefüllt mit Erinnerungen, Bildern, Erfahrungen, Fantasien. Manchmal weit - manchmal eng.
Und auch wenn ich versuche, meine Räume zu teilen, bleiben sie doch meine. So wie die Räume der anderen ihre eigenen sind, ihrem Erleben und ihrem ganz eigenen Innenleben. Und genau das macht es manchmal schwierig – aber auch so unglaublich schön und vielfältig.
Denn die schönsten Momente entstehen vielleicht genau dann, wenn wir eingeladen werden, einen Blick in die Räume eines anderen zu werfen zu dürfen. Und natürlich wenn wir uns selber öffnen und unseren Innerraum für andere nachvollziehbar machen.
Fragen von Ich zu Ich:
- Wann hast du dich das letzte Mal wirklich „im gleichen Raum“ mit anderen gefühlt?
- Wo bleibst du bewusst in deinem eigenen Gefühlsraum?
- Wie leicht fällt es dir, andere in deinen Raum einzuladen?
- Wie leicht oder schwer fällt es Dir Deinen eigenen Gefühlsraum "abzugrenzen"?
- Bei wem bist du hin und wieder eingeladen mitzufühlen?
Raumdenken hat für mich einen Wert und ist gleichzeitig eine Haltung. Es geht für mich dabei um Wertschätzung und Respekt vor dem anderen Lebewesen und auch vor mir selbst.
Es ist ein ständiges spüren und austarieren im innen und außen.
Für mich versteckt sich hinter dem Raum-denken noch so viel mehr, bzw. kann man mit diesem Grundgedanken so Vieles tiefer beleuchten. Ich denke dabei an Beziehung, Familie, Erziehung und so weiter........
Aber an der Stelle möchte ich erstmal Raum geben, damit sich hier jeder so seine eigenen Gedanken machen kann! ;-)
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Zum Raumdenken: Playlist Raumklang, Think of home

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