In letzter Zeit begegnen mir immer wieder dieselben Fragen: Was ist eigentlich mein Beitrag in dieser Welt? Wonach möchte ich mein Leben ausrichten? Was macht mich wirklich glücklich? Wofür schlägt mein Herz? Wo ist mein eigenes Licht?
Dieses Jahr, das Jahr des Feuerpferdes, wird wie eine Einladung kommuniziert, genau diese Fragen ernst zu nehmen. Es ist ein Jahr, um den eigenen Weg zu spüren – den persönlichen, echten Weg, der uns erfüllt, Energie und innere Freude bringt.
In meinem Alter nennt man diese Fragen wohl eher eine Midlife Crisis!
Wenn ich allerdings meine Kinder beobachte, merke ich, dass sie ähnliche Fragen bewegen.
Sie stehen kurz davor, die Schule zu beenden, und überall tauchen die Fragen auf wie: „Was willst du nach der Schule machen? Wohin geht deine Reise?“
Ich verstehe, wie schwierig das ist, denn einerseits steht die Welt offen und trotzdem muss man ja irgendwie auch mal einen Weg einschlagen! Und nicht jeder ist sich da so sicher. Ich bewundere jeden, der schon immer wusste, was sein großer Traum ist und diesem folgt. Das ist großartig!
Ich glaube aber tatsächlich, dass diese Sinn und Sein Fragen universell sind. Ob jung, alt oder mitten im Leben – wir alle suchen doch irgendwie nach unserem Licht, nach dem, wofür unser Herz wirklich brennt.
Aber wie findet man es?
Vielleicht fängt es damit an, still zu werden. Einfach mal zu spüren, was uns lebendig macht. Wann schlägt unser Herz schneller? Wann fühlen wir uns wirklich inspiriert? Oder wo belastet es, drückt der Schuh, fällt das Atmen schwer?
Vielleicht bedeutet es auch, neugierig zu bleiben. Dinge auszuprobieren, kleine Schritte zu wagen, ohne sofort alles festlegen zu müssen. Ein Kurs, ein Hobby, ein Projekt, eine Reise- einfach mal machen! Wo fühlt es sich leicht und richtig an?
Es ist kein leichter Weg, und manchmal ist es auch ein Sprung ins kalte Wasser. Fehler gehören dazu, Umwege zeigen uns, was nicht unser Weg ist, und Menschen um uns herum können uns wie Spiegel sein, uns in ihnen zu erkennen, als wer wir gesehen, bzw. nicht gesehen werden wollen.
Am Ende geht es wohl nicht darum, das perfekte Ziel zu finden. Es geht vielleicht mehr darum, das Leben zu leben, das unserem Herzen entspricht, jeden Tag ein Stück mehr. Und vielleicht ist genau das das eigene Licht – es immer wieder zu suchen, zu spüren und ihm zu begegnen.
Vielleicht ist die Suche nach dem eigenen Licht, doch mehr eine Haltung und eine Art "Lebensaufgabe". Wie gehe ich auf Menschen, auf Situationen und auf das Leben zu?
Bin ich offen? Wie schnell werte ich? Wie bereit bin ich mal genauer hinzuschauen, oder auch noch weiter zurückzutreten, um das Große und Ganze zu sehen? Kann ich die Zusammenhänge erkennen? Wer oder was kann mir helfen, um besser zu verstehen?
Vielleicht bedeutet es auch, der eigenen Intuition zu folgen – diesem inneren Kompass, der nicht immer laut spricht, aber oft genau weiß, was wir brauchen. Der Körper hat für diesen inneren Kompass sehr feine Antennen.
Reflexionsimpulse für den Alltag als Möglichkeit:
- Schreibe eine Woche lang jeden Moment auf, der dich lebendig und leicht fühlen lässt.
- Überlege, welche kleinen Handlungen dich deinem Licht näher bringen. Wo sagt der Bauch ganz klar ja, wo nein?
- Frage dich: Wenn ich heute eine kleine Entscheidung aus dem Herzen treffe und meiner Intuition folge – welche wäre das?
- Visualisiere dein Leben in fünf Jahren - auch wenn es jetzt unmöglich und komplett unrealistisch erscheint: Wer möchtest Du sein? Wo möchtest Du leben und wer soll um Dich herum sein? Und fühl mal hin, was das in den nächsten Tagen mit Dir macht.
- Wenn dir ein Gedanke in den Kopf schießt ganz spontan und scheinbar willkürlich, zum Beispiel an einen Menschen, oder etwas was du tun könntest, dann halte ihn für einen Moment fest und spüre kurz nach, ob du diesem Impuls folgen kannst und zwar jetzt! Schreib zum Beispiel eine kurze Nachrricht, besser noch ruf an, mach einen ersten Schritt...... und schaue was passiert...... :-)
- Schaue mal auf Dein Kind, ohne Deine eigenen Ziele und Wunschvorstellungen im Kopf zu haben. Beobachte mal, wann genau dein Kind am glücklichsten ist und von innen heraus strahlt. Verstärke den Moment indem du zum Beispiel sagst: Ich freue mich so für Dich, oder es fest in den Arm nimmst und ihm Deine Liebe zeigst.
- Wenn Du dieses Strahlen von Innen beobachtest, bei anderen und besten Falls bei dir selber, hole tief Luft und sei einfach für einen kleinen Moment dankbar - nur für diesen Moment - diese Einsicht und genieße das Gefühl.
Vielleicht ist das eigene Licht kein Ziel, das man erreicht, sondern ein stetiges Entzünden von Funken – ein leises, warmes Glimmen, das wächst, wenn wir aufmerksam sind und uns erlauben, ihm zu folgen.
Am Ende geht es vielleicht nicht darum, perfekt zu sein oder den „richtigen“ Weg zu finden. Es geht vielleicht mehr darum, auszuprobieren, sich auf das Leben einzulassen und der Intuition zu folgen, die jeden von uns im eigenen Herzen trägt. Und vielleicht ist genau darin die größte Freiheit, die wir Menschen haben:
Jeden Tag neu zu wählen und entscheiden zu dürfen.
Vielleicht ist es weniger wollen- sondern mehr in uns und das große Ganze zu vertrauen!
Musiktipp: Xavier Naidoo: Du bist das Licht
https://open.spotify.com/intl-de/track/3Ytf6zRuGQPscyzKQiRA7s?si=0ae85855ff5044c9

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